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Athen (AFP) - Ein slowakisches Flugzeug mit 169 Passagieren an Bord ist auf der griechischen Urlauberinsel Kos notgelandet. Die Insassen seien über Notrutschen aus der Maschine gekommen, teilte am Samstag ein Flughafensprecher mit. Grund für die Notlandung sei ein Feuer in einem der Triebwerke gewesen.
Passau (AFP) - Im Rahmen der Bemühungen um eine Vereinfachung des Steuersystems prüft die schwarz-gelbe Koalition nach einem Zeitungsbericht, private Steuerberatungskosten wieder steuerlich abzugsfähig zu machen. Im Rahmen der Gespräche über ein Paket zur Steuervereinfachung ist der Punkt zwischen den Koalitionsfraktionen und dem Bundesfinanzministerium allerdings noch strittig, wie der finanzpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Daniel Volk, der "Passauer Neuen Presse" vom Samstag sagte. Das Bundesfinanzministerium rechne bei Wiedereinführung der Abzugsfähigkeit mit Steuerausfällen von 400 Millionen Euro. "Das ist deutlich zu hoch."
Washington (AFP) - US-Präsident Barack Obama hat zum Tag der Arbeit in den USA die Stärkung der Mittelschicht und den Kampf gegen die Arbeitslosigkeit beschworen. In seiner wöchentlichen Rundfunkansprache sagte Obama am Samstag, die USA benötigten mehr als nur eine gesunde Börse. "Wir brauchen belebte Hauptstraßen und eine wachsende, gedeihende Mittelschicht." Er werde Tag für Tag für soziale und wirtschaftliche Sicherheit arbeiten, für den "amerikanischen Traum für unsere Familien und künftigen Generationen", sagte Obama. Am Freitag hatte das US-Arbeitsministerium die Arbeitslosenzahlen für August bekannt gegeben. Demnach verloren 54.000 Menschen in den USA ihren Job, die Arbeitslosenquote lag bei 9,6 Prozent. Die USA stecken tief in der Wirtschaftskrise.
Kabul (AFP) - Der afghanische Präsident Hamid Karsai hat die Einsetzung eines Rates für Friedensverhandlungen mit den Taliban verkündet. Das Gremium sei ein "bedeutender Schritt auf dem Weg zu Friedensverhandlungen" mit den radikalislamischen Taliban, erklärte Karsai am Samstag in Kabul. Ziel ist es, ein Ende des fast neunjährigen Aufstands in dem Land am Hindukusch herbeizuführen. Die USA waren gemeinsam mit Verbündeten 2001 in Afghanistan einmarschiert und hatten die Radikalislamisten gestürzt.
Osnabrück/Berlin (AFP) - Vor dem Energiegipfel am Sonntag im Kanzleramt wächst der Druck der Unionsfraktion auf Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), auf eine deutliche Laufzeitverlängerung hinzuwirken. Der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Hans-Peter Uhl, sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Samstag, die Fraktion habe "die eindeutige Erwartung", dass die Kanzlerin die von ihr als energiepolitisch richtig angekündigte Laufzeitverlängerung von zehn bis 15 Jahren beim Atom-Gipfel durchsetze.
Den Haag (AFP) - Mit Erleichterung haben in den Niederlanden linksgerichtete Politiker und Medien auf das Scheitern der Verhandlungen über die Bildung einer von den Rechtspopulisten geduldeten Minderheitsregierung reagiert. Grünen-Chefin (GroenLinks) Femke Halsema sprach am Samstag von "tiefer Erleichterung", dass die Partei PVV des Islamgegners Geert Wilders nicht indirekt mit am Kabinettstisch sitze. Die Grünen hoffen nun auf eine breite Linkskoalition aus der liberalen VVD, Grünen und Sozialdemokraten (PvdA).
Maputo (AFP) - Bei neuen Unruhen in Mosambiks Hauptstadt Maputo sind drei Polizisten verletzt worden. Die drei Männer seien von den Demonstranten mit Steinen beworfen worden, sagte ein Polizeisprecher am Samstag. Vor den Tankstellen der Hauptstadt bildeten sich derweil lange Schlagen, weil es wegen der seit Tagen anhaltenden Unruhen zu Engpässen kommt.
Berlin (AFP) - Die Frauenrechtlerin Alice Schwarzer wird nach eigenen Angaben für die "Bild"-Zeitung den am Montag beginnenden Prozess gegen den Wetter-Moderator Jörg Kachelmann kommentieren. Sie werde vom ersten Prozesstag an im Mannheimer Landgericht dabei sein und nicht nur für die Zeitschrift "Emma" berichten, sondern den Prozess auch in "Bild" wöchentlich kommentieren, schrieb Schwarzer am Samstag auf ihrer Homepage. "Manchmal muss man etwas selber erleben und darf sich nicht nur mit Informationen aus zweiter Hand begnügen."
Berlin (AFP) - Das Bundesverfassungsgericht hat am Samstag wenige Stunden vor dem geplanten Start eine von der Dortmunder Polizei verbotene rechtsextreme Demonstration erlaubt. Die Gefahrenprognose der Polizei habe nicht auf einer hinreichend gestützten Grundlage beruht, begründeten die Karlsruher Richter nach Angaben einer Sprecherin ihre Eil-Entscheidung. Zu der Kundgebung auf einem Parkplatz in Dortmund wurden etwa tausend Rechtsradikale erwartet, an mehreren Gegendemos sollten Schätzungen zufolge zehntausend Menschen teilnehmen. Das Bündnis "Dortmund stellt sich quer" blockierte nach eigenen Angaben am Samstag die zentralen Gleise des Dortmunder Hauptbahnhofs, um die Anreise der Rechtsradikalen zu erschweren.
Karachi (AFP) - Angesichts der Ausmaße der Flutkatastrophe hat die pakistanische Regierung die Hilfe für die Betroffenen auf die Dauer von sechs Monaten ausgedehnt. Regierungschef Yousuf Raza Gilani sagte am Samstag im Parlament, der ursprüngliche Termin Ende Oktober könne nicht gehalten werden. Zu viele Menschen benötigten noch dringend Hilfe zum Überleben. Die "erste Erholungsphase " solle am 30. Dezember enden, während die Hilfen von Weltbank und Asiatischer Entwicklungsbank Ende September ausliefen, sagte Gilani.
Dublin (AFP) - Rund 200 Demonstranten haben dem früheren britischen Premierminister Tony Blair einen unfreundlichen Empfang bereitet, als dieser erstmals seine in dieser Woche veröffentlichten Memoiren in einem Buchladen vorstellen wollte. Als Blair am Samstag in einem Auto vor dem Geschäft im Zentrum der irischen Hauptstadt Dublin vorfuhr, warfen die Demonstranten britischen Medienberichten und Augenzeugen zufolge Eier, Schuhe und Plastikflaschen auf den Wagen. Blair selbst wurde nicht getroffen.
Klagenfurt (AFP) - Obwohl es Meldungen über sein Verschwinden an die Behörden gab, hat in Österreich ein 73-Jähriger fast drei Monate tot in seiner Wohnung gelegen. Der Mann sei den Ermittlungen zufolge bereits Mitte Juni an Herz-Kreislaufversagen in seiner Wohnung in Villach gestorben, berichtete die "Kleine Zeitung" am Samstag laut der Nachrichtenagentur APA. Hinweise über das Verschwinden des Rentners seien bei der Stadtverwaltung bereits vor Wochen eingegangen. Die Wohnung sei aber erst jetzt von der Polizei geöffnet worden. Die Stadt in Kärnten will den Angaben zufolge nun klären, warum die Hinweise aus der Bevölkerung nicht früher zum Auffinden der Leiche führten.
Hamburg (AFP) - Der Kieler Oberbürgermeister Torsten Albig (SPD) hat seiner Partei bei der vorgezogenen Landtagswahl in Schleswig-Holstein gute Aussichten vorhergesagt. Die SPD habe gute Chancen als stärkste Partei aus dieser Wahl hervorzugehen, sagte Albig am Samstag dem Sender NDR Info. "Dafür brauchen wir den stärksten Kandidaten." Der 47-Jährige hatte am Freitagabend bekanntgegeben, sich für die Spitzenkandidatur der SPD zu bewerben.
München (AFP) - Der umstrittene Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin geht davon aus, dass Bundespräsident Christian Wulff nicht ohne vorherige Anhörung über seine Abberufung entscheidet. "Der Bundespräsident wird sich genau überlegen, ob er eine Art politischen Schauprozess vollenden will, der anschließend von den Gerichten kassiert wird", sagte Sarrazin in einem am Samstag vorab veröffentlichten Interview mit dem Münchner Nachrichtenmagazin "Focus". Er gehe davon aus, dass sich Wulff nicht ohne Anhörung einem Schnellverfahren anschließe, zumal dieser die Stärkung der Demokratie und des offenen Diskurses als sein Zentralthema gewählt habe.
Hamburg (AFP) - In der Union gibt es deutliche Kritik am Umgang von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den umstrittenen Thesen von Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin. "Es wäre falsch, jetzt jede Aussage Sarrazins zu verdammen", sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) dem Nachrichtenmagazin "Spiegel". Manche seiner Thesen seien zwar unsäglich. "Wo aber Probleme sind, müssen wir sie klar ansprechen", sagte Herrmann. Und die größten Probleme gebe es "zweifellos bei einem Teil der Muslime aus der Türkei".
Hamburg (AFP) - Das von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) geplante Gesetz gegen den Missbrauch bei der Leiharbeit stößt bei SPD und Gewerkschaften auf Kritik. "Das reicht nicht. Wir brauchen auch für die Leiharbeitnehmer einen Mindestlohn", sagte der stellvertretende SPD-Fraktionschef Olaf Scholz und frühere Arbeitsminister dem "Hamburger Abendblatt" vom Wochenende. Wenn das Arbeitsministerium jetzt nur denen helfen wolle, "die entlassen und als Leiharbeiter zu schlechteren Konditionen wieder eingestellt werden, bleiben die meisten Probleme ungelöst".
Shanghai (AFP) - Umweltsünder sollen in China keine Firmen-Kredite mehr bekommen. Die Regierung wies laut Berichten staatlicher Medien vom Samstag die Banken des Landes an, keine Kredite mehr an Unternehmen zu vergeben, die die Umwelt besonders stark verschmutzen oder zu viel Energie verbrauchen. Die Zentralbank des Landes habe eine Datenbank eingerichtet, auf der die einzelnen Banken die Umweltwerte der Unternehmen einsehen können. Darin sehen mehr als 30.000 Datensätze enthalten.
Düsseldorf (AFP) - Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat den belgischen EU-Kommissar Karel De Gucht wegen dessen Äußerungen über den angeblichen Einfluss der jüdischen Lobby in den USA scharf kritisiert. "Dass die pro-israelische Lobby in Washington die am besten organisierte sei, könnte man fast als ein Kompliment auffassen - käme dieses bloß nicht von jemandem, der die Juden so wenig mag wie Herr De Gucht es zu tun scheint", sagte der Generalsekretär des Zentralrats, Stephan Kramer, am Samstag der Online-Ausgabe vom "Handelsblatt". Der für den Außenhandel zuständige EU-Kommissar hatte zuvor mit Blick auf die Nahost-Verhandlungen erklärt, in den USA habe eine jüdische Lobby viel Macht in der Politik. Dies dürfe nicht unterschätzt werden.
Berlin (AFP) - Mehr als zwei Drittel der Bundesbürger sind nach einer Umfrage skeptisch, dass sie vom derzeitigen Aufschwung der Wirtschaft persönlich profitieren werden. Wie die "Bild am Sonntag" unter Berufung auf eine von ihr in Auftrag gegebene Emnid-Umfrage berichtete, waren nur weniger als ein Drittel der Befragten zuversichtlich, dass der Konjunkturaufschwung bei ihnen persönlich ankommen werde.
Havanna (AFP) - Der von zahlreichen Hungerstreiks gesundheitlich schwer angeschlagene kubanische Dissident Guillermo Fariñas ist notoperiert worden. Der 48-Jährige befinde sich in einem "ernsten, aber stabilen Zustand", sagte Fariñas' Ehefrau Clara Peréz am Freitag (Ortszeit) der Nachrichtenagentur AFP. Die Operation an der Gallenblase sei gut verlaufen, aufgrund seines wegen der Hungerstreiks schlechten Gesundheitszustands könne es jedoch zu Komplikationen kommen. Fariñas wurde in einem Krankenhaus in der 280 Kilometer östlich der Hauptstadt Havanna gelegenen Stadt Santa Clara operiert.
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