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Business Wire
Berlin (AFP) - Nach der Kritik von Kommunen und Stadtwerken am Atomkompromiss der Bundesregierung kommen auch aus den Bundesländern Forderungen nach einem finanziellen Ausgleich. Der rheinland-pfälzische Finanzminister Carsten Kühl (SPD) warf Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) in der "Berliner Zeitung" (Mittwochausgabe) vor, mit der geplanten Brennelementesteuer den Bundeshaushalt auf Kosten von Ländern und Gemeinden zu sanieren. Weil die Atomwirtschaft die Steuer als Betriebsausgabe absetzen könne, entstünden vor allem bei der Körperschaft- und der Gewerbesteuer Ausfälle von gut 700 Millionen Euro.
Washington (AFP) - Die US-Regierung ist mit ihrem Versuch gescheitert, die gerichtlich gestoppte staatliche Förderung der Stammzellenforschung wiedereinzuführen. Ein US-Bundesrichter lehnte am Dienstag in Washington einen entsprechenden Antrag des Weißen Hauses ab. Nach seiner Ansicht würde die Beibehaltung der Förderung den US-Kongress missachten, schrieb Richter Royce Lamberth in seiner Entscheidung. Denn dem Parlament komme die Entscheidung zu, über die Förderung zu befinden.
Ramallah (AFP) - Die palästinensischen Sicherheitskräfte haben nach eigenen Angaben die mutmaßlichen Täter der beiden Anschläge auf jüdische Siedler in der vergangenen Woche festgenommen. Die Mitglieder von zwei Gruppen der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas würden verdächtigt, Planer und Täter der Attentate zu sein, sagte ein hochrangiger Vertreter der palästinensischen Sicherheitsbehörden am späten Dienstagabend. Um wie viele Festgenommene es sich handelt, wollte er aber nicht mitteilen.
Hamburg (AFP) - Deutschland braucht nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) eine deutlich offensivere Einwanderungspolitik. Angesichts der Überalterung der Gesellschaft benötige Deutschland "dringend Arbeitskräfte und Zuwanderer aus dem Ausland", sagte DIW-Präsident Klaus Zimmermann dem "Hamburger Abendblatt" (Mittwochausgabe). Nötig seien "mindestens netto 500.000 mehr Menschen pro Jahr, um unsere Wirtschaftskraft dauerhaft zu sichern".
Ottawa (AFP) - Drohende Herzinfarkte lassen sich nach einer Studie schon Monate vorher an hohen Anteilen eines Stresshormons erkennen, das sich in den Haaren ablagert. Forscher der kanadischen University of Western Ontario berichteten am Dienstag in der Zeitschrift "Stress", dass sich an Haaren ein hohes Niveau des Hormons Cortisol im Körper über einen langen Zeitraum ablesen lasse. Nach Betrachtung herkömmlicher Risikofaktoren wie Diabetes, Bluthochdruck, Rauchen und der Familiengeschichte sei die Kontrolle der Haare damit "die stärkste Vorhersagemöglichkeit" für Infrakte.
Guardo (AFP) - Aus Protest gegen ausbleibende Lohnzahlungen harren spanische Bergarbeiter seit Tagen in ihrer Mine einen halben Kilometer unter der Erde aus. Dass es dort unten keine Heizung gebe und 80 Prozent Luftfeuchtigkeit, sei den 50 Männern egal, sagte der Führer der Bergleute, Manuel Linares Grela, am Dienstag im nordspanischen Guardo einem AFP-Fotografen, der in die Mine hinabgefahren ist. Sie wollten mit der Aktion die spanische Regierung aufrütteln. Die Bergarbeiter hatten sich am Donnerstag geweigert, wieder ans Tageslicht zu kommen, nachdem sie bisher für August nicht bezahlt wurden.
Washington (AFP) - Der US-Computerbauer Hewlett-Packard hat nach dem Einstieg seines früheren Chefs Mark Hurd beim Softwareriesen Oracle eine Klage wegen möglichen Geheimnisverrats eingereicht. Durch seine Mitarbeit Hurds bei Oracle bringe dieser wertvollste Handelsgeheimnisse und vertrauliche Konzerninformationen in Gefahr, heißt es in der am Dienstag am Obersten Gericht Kaliforniens vorgelegten Zivilklage. Hurd habe sich gegenüber HP zur Vertraulichkeit verpflichtet. Seine Aufgabe in seiner neuen Position bei Oracle könne er aber nicht erfüllen, ohne Firmengeheimnisse von HP offenzulegen.
Kairo (AFP) - Der frühere Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) und heutige ägyptische Oppositionspolitiker Mohamed ElBaradei hat zu einem Boykott anstehender Wahlen in seinem Land aufgerufen. "Wir werden die nächsten Wahlen boykottieren, denn jeder, der an ihnen teilnimmt, handelt gegen den Willen des Volkes", sagte ElBaradei der unabhängigen Zeitung "El Schoruk" vom Dienstag. Er forderte zudem erneut demokratische Reformen. Um dies durchzusetzen werde er zunächst seine Unterschriftenkampagne fortführen, dann Demonstrationen veranstalten und in einem letzten Schritt zum zivilen Ungehorsam aufrufen.
Washington (AFP) - Das US-Außenministerium hat die von einer kleinen Gruppe fundamentalistischer Christen in den USA angekündigte öffentliche Koran-Verbrennung als unvereinbar mit den amerikanischen Werten bezeichnet. Ein solcher Akt sei "entgegen unseren Werten, entgegen der Art und Weise, wie sich die Zivilgesellschaft in diesem Land entwickelt hat", erklärte der Sprecher des Außenministeriums, Philip Crowley, am Dienstag in Washington. Die Idee einer solchen Bücherverbrennung bezeichnete er als provokativ, respektlos und intolerant.
Washington (AFP) - Die afghanischen Sicherheitskräfte können nach Ansicht von NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen voraussichtlich ab kommendem Jahr damit beginnen, die Verantwortung für ihr Land zu übernehmen. Die NATO werde bei einem Treffen in Lissabon im November Pläne für eine schrittweisen Übergabe der Sicherheitsverantwortung bekanntgeben, sagte Rasmussen am Dienstag vor einem Gespräch mit US-Präsident Barack Obama in Washington. Das von Obama genannte Datum für einen Beginn des Rückzugs der US-Soldaten aus Afghanistan, der Juli 2011, entspreche den bisherigen Plänen. Einige NATO-Vertreter und europäische Regierungen hatten angedeutet, mit der Übergabe der Verantwortung könne noch in diesem Jahr begonnen werden.
Copiapo (AFP) - Die Bohrarbeiten zur Rettung der seit mehr als einem Monat in 700 Metern Tiefe verschütteten chilenischem Bergleute kommen offenbar gut voran. Am Dienstag erreichte der zweite, seit Sonntag eingesetzte Bohrer eine Tiefe von 123 Metern, wie der Ingenieur Miguel Fort sagte. Am Montag war der Bohrer "T-130" erst in eine Tiefe von 26 Metern vorgedrungen. Der erste Bohrer "Strata 950" hatte die 100-Meter-Marke am Montag nach einer Woche Einsatz erreicht und und ist derzeit auf 113 Meter Tiefe vorgedrungen. Durch einen dieser Schächte sollen die 33 Bergleute befreit werden.
Bagdad (AFP) - Eine Woche nach dem offiziellen Ende des US-Kampfeinsatzes im Irak sind am Dienstag zwei US-Armeeangehörige von einem einheimischen Soldaten erschossen worden. Neun weitere US-Soldaten seien bei der Schießerei auf einer irakischen Militärbasis rund 175 Kilometer nördlich von Bagdad verletzt worden, teilte die US-Armee mit. Der Angreifer, der aus einer kleinkalibrigen Waffe das Feuer eröffnet habe, sei von Sicherheitskräften erschossen worden. Die US-Soldaten waren demnach als Begleitkommando eines Offiziers im Einsatz, der zu einem Besuch der Militärbasis nahe der Stadt Tus Churmatu angereist war.
Los Angeles (AFP) - Nach dem Tod eines Einwanderers aus Guatemala durch Polizeikugeln haben sich Demonstranten und Polizisten in Los Angeles gewaltsame Zusammenstöße geliefert. Bei den Krawallen in der Nacht zu Dienstag wurde nach Polizeiangaben ein Beamter verletzt, vier Demonstranten wurden festgenommen. Die Sicherheitsbehörden schickten am Dienstag schwer bewaffnete Beamte auf Patrouille durch das betroffene Gebiet nahe des Stadtzentrums der Metropole.
New York (AFP) - Der zu lebenslanger Haft verurteilte Mörder von John Lennon wird vorerst nicht aus dem Gefängnis kommen. Der zuständige Haftprüfungsausschuss in New York lehnte am Dienstag bereits zum sechsten Mal die Freilassung von Marc Chapman auf Bewährung ab. Chapman habe am Morgen vor dem Gremium vorgesprochen, das seinen Antrag aber zurückgewiesen habe, sagte ein Justizsprecher in New York.
Washington (AFP) - Der US-Milliardär George Soros will der Menschenrechtsgruppe Human Rights Watch bis zu 100 Millionen Dollar (78 Millionen Euro) spenden. Mit dem Geld solle die in New York ansässige Gruppe rund um den Globus expandieren und "zu einer wirklich internationalen Organisation" zum Schutz der Menschenrechte werden, sagte Soros am Dienstag in einem Interview mit dem US-Sender National Public Radio. Eine solche globale Organisation sei nötig, weil die USA inzwischen "ihre Vorreiterrolle bei der Durchsetzung von Menschenrechten verloren haben", sagte der 80-Jährige.
München (AFP) - Anwälte der Opfer des Luftangriffs von Kundus haben einem Zeitungsbericht zufolge Entschädigungsklagen gegen das Bundesverteidigungsministerium angekündigt. Wie die "Süddeutsche Zeitung" (Mittwochsausgabe) berichtet, vertreten die Berliner Anwälte Reiner Geulen und Remo Klinger in Zusammenarbeit mit dem Bremer Anwalt Karim Popal nach eigenen Angaben 456 Hinterbliebene von 113 Menschen, die bei der Bombardierung zweier Tanklaster nahe dem nordafghanischen Kundus im September 2009 getötet worden seien. Hinzu kämen 20 Schwerverletzte. Die Anwälte wollen laut "SZ" nun eine Entschädigung von 28.000 Euro pro Getötetem durchsetzen.
Monterrey (AFP) - Bei einer Explosion in einer Raffinerie im Nordosten Mexikos ist am Dienstag ein Mensch ums Leben gekommen. Zehn Menschen seien verletzt worden, zwei von ihnen schwer, teilte der staatliche Erdölkonzern Petróleos Mexicanos (Pemex) mit. Bei dem Toten handle es sich um einen 32 Jahre alten Ingenieur. Mehrere Medien hatten zuvor von sechs oder sieben Toten gesprochen. Das Unglück ereignete sich in einer Pemex-Raffinerie in Cadereyta, in der Nähe der Stadt Monterrey.
Washington (AFP) - Wegen Finanzgeschäften mit dem Iran hat die US-Regierung eine in Hamburg ansässige Bank auf ihre Schwarze Liste gesetzt und mit Sanktionen belegt. Die Europäisch-Iranische Handelsbank (EIH) sei "eine der wichtigsten finanziellen Lebensadern für den Iran" und unterhalte enge Geschäftsbeziehungen zu iranischen Banken, die ihrerseits mit dem Rüstungsprogramm des Landes in Verbindung stünden, teilte das US-Finanzministerium am Dienstag in Washington mit.
New York (AFP) - Weltweit sind in den vergangenen zehn Jahren nach Angaben der Kinderhilfsorganisation Save the Children vier Millionen Kinder nur deshalb gestorben, weil Regierungen es versäumt haben, Fortschritte in der Medizin auch den Armen zuteil werden zu lassen. "Zu oft bestimmt der Ort, an dem Kinder wohnen und wie viel Geld ihre Eltern verdienen, ob sie eine bewährte und lebensrettende Behandlung erhalten", sagte die Vizepräsidentin der Hilfsorganisation, Carolyn Milles, am Dienstag in New York. Diese "fatale Ungerechtigkeit" bestehe nicht nur zwischen verschiedenen, sondern auch innerhalb einzelner Länder.
Moskau (AFP) - Wegen seiner Teilnahme an einer nicht genehmigten Kundgebung in Moskau ist der bekannte russische Menschenrechtler Lew Ponomarew erneut zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden. Wie die Nachrichtenagentur Interfax berichtete, verurteilte ein Gericht in Moskau den 68-Jährigen am Dienstag zu einer Haftstrafe von vier Tagen, weil er sich "Anweisungen der Polizei" widersetzte. Ponomarew hatte am 12. August an einer Demonstration gegen den Moskauer Bürgermeister Juri Luschkow teilgenommen, dessen Krisenmanagement angesichts der im Sommer wochenlang anhaltenden Gluthitze in die Kritik geraten war.