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Seoul (AFP) - Nordkoreas Staatsmedien haben ihre Bemühungen verstärkt, um Bedenken wegen der Unerfahrenheit des neuen Staatsführers Kim Jong Un zu zerstreuen. "In Korea ist das niedrige Alter des Führers kein Anlass zur Sorge, sondern ein Grund zur Beruhigung. Das Vertrauen der Menschen in den Führer ist vollkommen beständig", schrieb am Montag die pro-nordkoreanische Zeitung "Chosun Sinbo" in Japan. Die Behauptung ausländischer Medien, Kim Jong Un habe nicht ausreichend Zeit zur Vorbereitung auf seine neue Führungsrolle gehabt, sei falsch, schrieb die Zeitung weiter.
Colombo (AFP) - Nach wochenlangen Protesten und einer Meuterei der Polizei auf den Malediven hat Präsident Mohammed Nasheed seinen Rücktritt bekanntgegeben. "Es ist für das Land in der in der derzeitigen Situation besser, dass ich zurücktrete", sagte Nasheed am Dienstag in einer Fernsehansprache. "Ich will das Land nicht mit eiserner Hand führen. Ich trete zurück." In dem Urlauberparadies im Indischen Ozean gab es seit drei Wochen Proteste gegen den Präsidenten. Am Dienstag brachten meuternde Polizisten laut örtlichen Medienvertretern das Staatsfernsehen unter ihre Kontrolle.
Detroit (AFP) - Der US-Autohersteller Ford ist verärgert über die Ausstrahlung eines Werbevideos des Konkurrenten General Motors (GM) während des Super Bowls. In dem während des Football-Finales am Sonntag ausgestrahlten Werbefilm überleben nur Fahrer des GM-Pickups "Chevrolet Silverado" den Weltuntergang - nicht aber der Fahrer eines Fords. Der Spot, der trotz Einspruchs von Ford gesendet wurde, erregte viel Aufmerksamkeit bei dem Finale, das mit 111,3 Millionen Zuschauern die höchste Einschaltquote in der US-Fernsehgeschichte erzielte.
Berlin (AFP) - Vor dem Hintergrund der Finanzkrise will die SPD offenbar im kommenden Jahr die Macht der Banken zu einem zentralen Wahlkampfthema machen. Wie das "Handelsblatt" am Dienstag berichtete, lässt die SPD-Parteizentrale bereits Videospots vorbereiten, in denen Finanzindustrie und -akteure scharf attackiert würden. Zu sehen sei beispielsweise in einem Zeichentrickfilm ein Roulettetisch, auf dem Menschen und Häuser hin- und hergeschoben würden. Bankvorstände würden als "Zocker" und "Kasinokapitalisten" bezeichnet.
Berlin (AFP) - Der niederländisch-britische Ölkonzern Shell will seine Tankstellen mit Sitzecken und WLAN-Anschlüssen aufwerten und die Kunden dazu bewegen, mehr Zeit in seinen Shops zu verbringen. "Wir werden in unser Shopgeschäft spürbar investieren", sagte Joerg Wienke, Shell-Tankstellenchef für Deutschland, Österreich und die Schweiz, der Tageszeitung "Die Welt" vom Dienstag. Noch in diesem Jahr werde Shell bis zu 100 Stationen umrüsten, in zwei bis drei Jahren solle der Umbau abgeschlossen sein. Allerdings sollen nicht alle 2100 Tankstellen aufgewertet werden.
Tokio (AFP) - Der japanische Autohersteller Mitsubishi würde sein Werk in den Niederlanden auch für nur einen Euro verkaufen, solange die 1500 Arbeitsplätze dort erhalten bleiben. Das sagte am Montagabend nach Angaben eines Unternehmenssprechers Mitsubishi-Chef Osamu Masuko. Mitsubishi hatte am Montag bekanntgegeben, dass die Produktion im niederländischen Born zum Jahresende auslaufe. Damit stellt der viertgrößte japanische Hersteller gleichzeitig seine Produktion in Europa komplett ein.
Colombo (AFP) - Auf dem Inselarchipel der Malediven haben aufständische Polizisten am Dienstag das Staatsfernsehen unter ihre Kontrolle gebracht. Dies sagte ein Journalist einer Lokalzeitung, der nicht namentlich genannt werden wollte. Auf der Inselgruppe gab es seit drei Wochen Proteste gegen Präsident Mohammed Nasheed.
Beirut (AFP) - Bei der politisch motivierten Gewalt in Syrien sind nach Informationen von Menschenrechtlern am Montag fast hundert Menschen getötet worden. Allein beim Bombardement der Rebellenhochburg Homs durch die Armee seien 69 Zivilisten ums Leben gekommen, berichtete die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Dienstag. 13 Zivilisten seien zudem in der Provinz Idleb im Nordwesten des Landes getötet worden und 15 in der Provinz um die Hauptstadt Damaskus.
Tokio (AFP) - Die Tsunamikatastrophe und der starke Yen haben den Gewinn des japanischen Autoherstellers Toyota in den ersten neun Monaten seines Geschäftsjahrs stark schrumpfen lassen. Von April bis Dezember verdiente Toyota unter dem Strich 162,5 Milliarden Yen (1,62 Milliarden Euro) und damit 57,5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Der Umsatz ging um rund zehn Prozent auf umgerechnet 128,8 Milliarden Euro zurück.
Washington (AFP) - Ein Medikament zur Vorbeugung von Brustkrebs bei Frauen schädigt einer neuen Studie zufolge die Knochen. Eine Untersuchung von Frauen nach den Wechseljahren, die den Wirkstoff Exemestan aus der Klasse der Aromatase-Inhibitoren zur Vorbeugung von Brustkrebs nahmen, zeigte eine deutliche Abnahme der Dichte der Knochen, wie kanadische Forscher am Dienstag in der Fachzeitschrift "The Lancet Oncology" berichteten. Damit erhöhte sich die Wahrscheinlichkeit von Knochenbrüchen.
Lahore (AFP) - Nach dem Einsturz eines Fabrikgebäudes in der pakistanischen Millionenstadt Lahore ist die Zahl der geborgenen Leichen am Dienstag auf 16 gestiegen. Unter den Toten waren nach offiziellen Angaben zehn Frauen und fünf Kinder. Bis zu 50 Menschen wurden nach dem Unglück vom Vortag, das laut Polizei womöglich durch die Explosion einer Gasflasche ausgelöst worden war, noch vermisst. 13 Verletzte wurden aus den Trümmern geborgen.
Berlin (AFP) - Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) will die Gründung von Wohngemeinschaften pflegebedürftiger Patienten finanziell erheblich fördern. Für solche Pflege-Wohngemeinschaften sollten jeweils mehrere tausend Euro bereitgestellt werden, sagte Bahr der "Bild"-Zeitung (Dienstagsausgabe). In einer Wohngemeinschaft mit vier Bewohnern könnten demnach an Sach- und Geldleistungen in Pflegestufe 1 bis zu 3400 Euro pro Monat zur Verfügung stehen.
Sydney (AFP) - Wegen eines Online-Stalkers hat Popstar Kylie Minogue die Polizei alarmiert. Ein "fehlgeleiteter Spinner" habe sie bedroht, schrieb die Australierin am Dienstag in einer Mitteilung im Online-Kurzmitteilungsdienst Twitter. Sie habe die Behörden eingeschaltet.
Tokio (AFP) - Nach einem Tunneleinsturz in Japan gelten fünf Arbeiter als vermisst. Nach Behördenangaben stürzte ein unter dem Meer verlaufender Tunnel einer Raffinerie in Kurashiki bei Bauarbeiten am Dienstag ein. Ein Arbeiter konnte sich retten. Nach Medienberichten sollten Taucher nach den fünf vermissten Männern suchen.
Berlin (AFP) - Die Verbraucherorganisation Foodwatch hat den Nahrungsmittelkonzern Unilever wegen dessen Aussagen zu der angeblich den Cholesterinspiegel senkenden Margarine Becel Pro.Activ verklagt. Foodwatch habe beim Landgericht Hamburg eine Unterlassungsklage gegen Unilever eingereicht, teilte die Organisation am Dienstag in Berlin mit. Diese richtet sich demnach gegen die unter Berufung auf Wissenschaftler getroffene Aussage des Konzerns, dass es bei der Margarine "aus wissenschaftlicher Sicht keinen Hinweis" auf Nebenwirkungen gebe.
Washington (AFP) - Männliche Raucher bauen laut einer neuen Studie geistig schneller ab als ihre nichtrauchenden Geschlechtsgenossen. Die Forscher um Severine Sabia vom University College London verfolgten mehr als 5000 Männer und 2100 Frauen über einen Zeitraum von bis zu 25 Jahren. In dieser Zeit wurden sie mehrfach nach ihrem Zigarettenkonsum befragt und mussten eine Reihe von Tests zu ihren geistigen Fähigkeiten absolvieren. Dabei kam heraus, dass rauchende Männer bei sämtlichen Tests schlechter abschnitten als Nichtraucher. Die Studie zeige, dass "Rauchen schlecht fürs Gehirn ist" kommentierte der Neurologe Marc Gordon.
Dortmund (AFP) - Der Grünen-Fraktionschef im Bundestag, Jürgen Trittin, hat die Wahlkampfhilfe von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für Frankreichs Präsidenten Nicolas Sarkozy kritisiert. Mit ihrem Einsatz für einen Präsidenten, "der mit dem Rücken zur Wand steht" schade Merkel den deutsch-französischen Beziehungen, sagte Trittin den Dortmunder "Ruhr Nachrichten" (Dienstagausgabe). Wenn die Kanzlerin gemeinsam mit Sarkozy ein Interview gebe, dessen demokratischem Mittbewerber François Hollande aber ein Treffen verweigere, verletzte sie die für eine Bundeskanzlerin gebotene Neutralität.
Brisbane (AFP) - Die Lage in den Überschwemmungsgebieten in Nordaustralien hat sich am Dienstag leicht entspannt. In der besonders schwer betroffenen Stadt St. George im Bundesstaat Queensland stieg der Pegel des Balonne-Flusses am Morgen auf 13,86 Meter. Meteorologen erwarteten, dass das Hochwasser bei etwa 14 Metern seinen Scheitelpunkt erreichen würde. Danach werde es vermutlich mehrere Tage dauern, bis die Wasserstände wieder zurückgehen, sagte ein Sprecher. Berichten zufolge wurden etwa 50 bis 60 Häuser in der Stadt überflutet. Der zunächst befürchtete Dammbruch blieb jedoch aus.
Montréal (AFP) - Bei einem Verkehrsunfall in der kanadischen Provinz Ontario sind elf Menschen ums Leben gekommen. Nach Polizeiangaben kollidierte ein Kleinbus mit 13 Menschen an Bord am Montag auf einer Autobahn nahe Stratford mit einem Lastwagen. Zehn Buspassagiere und der Lastwagenfahrer kamen ums Leben. Laut Medienberichten war der Kleinbus mit ausländischen Arbeitern besetzt.
New York (AFP) - Nach der Einigung auf die Bildung eine palästinensischen Übergangsregierung hat UN-Generalsekretär Ban Ki Moon Palästinenserpräsident Mahmud Abbas aufgerufen, den Dialog mit Israel fortzusetzen. In einem Telefongespräch am Montag mahnte Ban Abbas nach Angaben eines Sprechers, die Aussöhnung der rivalisierenden Palästinenserorganisationen Hamas und Fatah untereinander dürfe Verhandlungen mit Israel nicht ausschließen.
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