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Clinton tadelt Netanjahu für Siedlungsbau
03/12 | 21:09 GMT

©AFP / Bernat Armangue
US-Außenministerin Hillary Clinton hat in einem Telefonat mit Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu (Archivfoto) den anhaltenden Unmut der USA über die jüngsten Pläne zum Siedlungsbau übermittelt. Sie sprach von einem "zutiefst negativen Signal".

©AFP / Bernat Armangue
Netanjahu von Clinton gerüffelt
Washington (AFP) - US-Außenministerin Hillary Clinton hat in einem Telefonat mit Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu den anhaltenden Unmut der USA über die jüngsten Pläne zum Siedlungsbau übermittelt. Der Plan zum Ausbau von Siedlungen in Ost-Jerusalem habe ein "zutiefst negatives Signal über Israels Einstellung zum beidseitigen Verhältnis" ausgesandt, zitierte Clintons Sprecher Philip Crowley die Worte der Ministerin aus dem Telefonat. "Dieser Schritt hat das Vertrauen in den Friedensprozess untergraben", sagte Clinton demnach.
Die Ministerin habe zudem klar gemacht, dass sie die Verkündung der Pläne während des Besuchs von Vizepräsident Joe Biden in Israel als Affront empfunden habe. Sie sagte Netanjahu laut Crowley, "dass sie nicht verstehe, wie dies gerade im Lichte des ausgeprägten Interesses der USA an Israels Sicherheit geschehen konnte". Die Ministerin habe von Netanjahu verlangt, ihr Engagement für den Frieden "nicht nur in Worten, sondern in spezifischen Taten" zu demonstrieren.
Das israelische Innenministerium hatte am Dienstag den Bau von 1600 zusätzlichen Wohnungen in dem von ultra-orthodoxen Juden bewohnten Ost-Jerusalemer Stadtteil Ramat Schlomo angekündigt.
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Einige aktuelle Themenbeispiele
Clinton tadelt Netanjahu für Siedlungsbau
03/12 | 21:09 GMT

©AFP / Bernat Armangue
US-Außenministerin Hillary Clinton hat in einem Telefonat mit Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu (Archivfoto) den anhaltenden Unmut der USA über die jüngsten Pläne zum Siedlungsbau übermittelt. Sie sprach von einem "zutiefst negativen Signal".

©AFP / Bernat Armangue
Netanjahu von Clinton gerüffelt
Washington (AFP) - US-Außenministerin Hillary Clinton hat in einem Telefonat mit Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu den anhaltenden Unmut der USA über die jüngsten Pläne zum Siedlungsbau übermittelt. Der Plan zum Ausbau von Siedlungen in Ost-Jerusalem habe ein "zutiefst negatives Signal über Israels Einstellung zum beidseitigen Verhältnis" ausgesandt, zitierte Clintons Sprecher Philip Crowley die Worte der Ministerin aus dem Telefonat. "Dieser Schritt hat das Vertrauen in den Friedensprozess untergraben", sagte Clinton demnach.
Die Ministerin habe zudem klar gemacht, dass sie die Verkündung der Pläne während des Besuchs von Vizepräsident Joe Biden in Israel als Affront empfunden habe. Sie sagte Netanjahu laut Crowley, "dass sie nicht verstehe, wie dies gerade im Lichte des ausgeprägten Interesses der USA an Israels Sicherheit geschehen konnte". Die Ministerin habe von Netanjahu verlangt, ihr Engagement für den Frieden "nicht nur in Worten, sondern in spezifischen Taten" zu demonstrieren.
Das israelische Innenministerium hatte am Dienstag den Bau von 1600 zusätzlichen Wohnungen in dem von ultra-orthodoxen Juden bewohnten Ost-Jerusalemer Stadtteil Ramat Schlomo angekündigt.

WELTGESCHEHEN
Clinton tadelt Netanjahu für ...Offenbar umfassende Bilanztricks bei Lehman Brothers
03/12 | 14:58 GMT

©AFP / Byun Yeong-Wook
Die Ex-Investmentbank Lehman Brothers hat einem Untersuchungsbericht zufolge schon vor ihrer Pleite durch Bilanztricks das Ausmaß ihrer Verschuldung verschleiert. Die Manager haben demnach ganze 500 Milliarden Dollar aus der Bilanz herausgerechnet. (Archivfoto)

©AFP / Byun Yeong-Wook
Offenbar umfassende Bilanztricks bei Lehman Brothers
New York (AFP) - Die frühere US-Investmentbank Lehman Brothers hat einem Untersuchungsbericht zufolge durch Bilanztricks schon Jahre vor ihrer Pleite das Ausmaß ihrer Verschuldung verschleiert. Die Führung der Bank habe "strafbare Bilanzmanipulationen" begangen, resümmiert der von einem Gericht bestellte Gutachter Anton Valukas. Sie habe ihre Probleme gezielt vor Investoren und Regulatoren verborgen.
Bereits im Jahr 2001 habe Lehman Brothers erstmals zu den Buchhaltungs-Tricks gegriffen, die konzernintern als "Repo 105" bekannt wurden, heißt es in dem Bericht. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2008 lagerte die Bank demnach 500 Milliarden Dollar (heute 366 Milliarden Euro) aus ihrer Bilanz aus, um ihre wahre Verschuldung zu verbergen. Ziel der Manöver war laut Valukas eine "faktische Irreführung" der Öffentlichkeit.
Als Verantwortliche nennt Valukas den damaligen Lehman-Chef Richard Fuld sowie drei Finanzdirektoren. Der Sachverständige äußerte sich nicht zur Rechtmäßigkeit ihres Handelns, äußerte aber die Einschätzung, dass es zu einer Strafverfolgung führen könnte. Fuld habe die geschönten Bilanzen zertifiziert und dabei "zumindest grob fahrlässig" gehandelt, urteilte der Gutachter. Vorwürfe erhob Valukas zudem gegen die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst and Young, die "unter anderem versagt hat, die unsauberen oder unangemessenen Angaben in den Finanzberichten zu hinterfragen".
In seinem Gutachten zitiert Valukas aus der Email-Korrespondenz von Lehman-Managern. In einer Email schreibt ein Manager zu den Bilanztricks: "Im Grunde genommen ist es Augenwischerei." In einer anderen Email heißt es dazu: "Rechtlich ist es machbar, aber es sieht nicht gut aus."
Die unmittelbare Pleite von Lehman Brothers im September 2008 wurde dem Untersuchungsbericht zufolge durch das Verhalten von zwei anderen Banken beschleunigt. Valukas schreibt, die Citibank und JPMorgan hätten wenige Tage vor dem Kollaps erhöhte Sicherheiten von Lehman gefordert und Garantiebedingungen geändert. "Die Forderung der Lehman-Gläubiger hatte direkte Auswirkungen auf die Liquidität von Lehman, und die verfügbare Liquidität ist zentral für die Frage, warum Lehman pleite ging", schrieb Valukas.
Die Pleite von Lehman hatte die Finanzkrise massiv beschleunigt und zu großen Turbulenzen auf den Finanzmärkten geführt. In der Folge gingen mehrere kleinere Finanzinstitute pleite, zahlreiche Anleger auch in Deutschland verloren ihr Geld.

WIRTSCHAFT
Offenbar umfassende Bilanztricks bei Lehman ...Missbrauchsskandal erreicht den Papst
03/12 | 19:44 GMT

©AFP/Osservatore Romano
Papst Benedikt XVI. hat offenbar 1980 in seiner Zeit als Erzbischof von München und Freising der Versetzung eines wegen Kindesmissbrauchs vorbelasteten Priesters zugestimmt. Der Priester soll sich später erneut an Kindern vergangen haben. Den deutschen Bischöfen gab der Papst bei der Aufarbeitung der Missbrauchsfälle in katholischen Einrichtungen Rückendeckung. Im Vatikan empfing Benedikt XVI. (l.) den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch (r.).

©AFP/Osservatore Romano
Papst Benedikt XVI. (l.) und Zollitsch
Vatikanstadt (AFP) - Im Missbrauchsskandal um katholische Geistliche in Deutschland steht nun auch Papst Benedikt XVI. persönlich im Blickpunkt. Er habe 1980 als Erzbischof der Versetzung eines offenbar pädophilen Priesters nach München zugestimmt, teilte die Erzdiözese München und Freising mit. In Rom gab der Papst dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, Rückendeckung bei der Aufarbeitung des Skandals.
In dem neuen Fall geht es um den aus der Diözese Essen stammenden Priester H. Laut Untersuchungen der Arbeitsgruppe des Ordinariats München wurde dieser auf Bitten des Bistums Essen im Januar 1980 als Kaplan in der Erzdiözese München und Freising aufgenommen, um in München eine Therapie machen zu können. Aufgrund der Aktenlage müsse damals bekannt gewesen sein, "dass er diese Therapie vermutlich wegen sexueller Beziehungen zu Jungen machen sollte", erklärte die Erzdiözese und bestätigte damit einen Bericht der "Süddeutschen Zeitung".
Nach Angaben der Diözese trug Joseph Ratzinger, der heutige Papst Benedikt XVI., als Erzbischof von München und Freising damals die Versetzung mit. Der damalige Generalvikar habe H. jedoch "abweichend" von dieser Entscheidung "uneingeschränkt zur Seelsorgemithilfe in einer Münchner Pfarrei" eingesetzt. Seit 1980 war H. demnach fast ununterbrochen in der Gemeindearbeit tätig. 1986 wurde er wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger zu einer Bewährungs- und einer Geldstrafe verurteilt. Ab Oktober 2008 war er als Kur- und Tourismusseelsorger tätig.

©AFP / Vincenzo Pinto
Zollitsch entschuldigt sich bei Missbrauchsopfern
"Der wiederholte Einsatz von H. in der Pfarrseelsorge war ein schwerer Fehler. Ich übernehme dafür die volle Verantwortung", erklärte der frühere Generalvikar Gerhard Gruber. Der Sprecher des Bistums, Bernhard Kellner, sprach in der "SZ" von "schweren Fehlern", die in den 80er Jahren gemacht worden seien.
Papst Benedikt XVI. gab den deutschen Bischöfen bei der Aufarbeitung der Missbrauchsfälle Rückendeckung. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Zollitsch, sagte nach einem Treffen im Vatikan, Benedikt XVI. habe seine "nachdrückliche positive Unterstützung" für die eingeleiteten Maßnahmen erklärt. Der Papst habe seinem Bericht "mit großer Betroffenheit und tiefer Erschütterung" zugehört.
Seit Ende Januar sind weit mehr als hundert Fälle in den meisten der 27 deutschen Bistümer ans Licht gekommen. Den Ausgang nahm der Skandal vom Canisius-Kolleg, einem Berliner Jesuitengymnasium.



