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Notstand nach schwerem Erdbeben in Neuseeland verhängt

09/04 | 12:14 GMT

Ein schweres Erdbeben hat in Neuseelands zweitgrößter Stadt Christchurch mehrere Häuser zum Einsturz gebracht und die Einwohner in Panik versetzt. Das Beben war auf der ganzen Südinsel Neuseelands sowie im südlichen Teil der Nordinsel zu spüren.

Eingestürztes Gebäude in Christchurch

Wellington (AFP) - Ein schweres Erdbeben hat in Neuseelands zweitgrößter Stadt Christchurch mehrere Häuser zum Einsturz gebracht und die Einwohner in Panik versetzt. Bürgermeister Bob Parker verhängte nach dem Beben der Stärke 7,0 am frühen Morgen den Notstand und äußerte sich "entsetzt" über die entstandenen Schäden. Durch das Beben wurden nach vorläufigen Krankenhausangaben zwei Menschen schwer und mehrere weitere leicht verletzt. Bei einem Flugzeugabsturz am bei Touristen beliebten Fox-Gletscher kamen alle neun Insassen ums Leben, unter ihnen ein Deutscher.

Bürgermeister Parker rief für die 340.000-Einwohner-Stadt Christchurch den Notstand aus. "Das macht es uns einfach ein bisschen leichter, die Leute wenn nötig aus den Häusern wegzubringen, Straßen abzuriegeln", sagte er im nationalen Rundfunk.

Das Erdbeben der Stärke 7,0 ereignete sich nach Angaben der US-Erdbebenwarte (USGS) etwa 30 Kilometer westlich von Christchurch in einer Tiefe von 16,1 Kilometern. Es war auf der ganzen Südinsel Neuseelands, an deren Ostküste Christchurch liegt, sowie im südlichen Teil der Nordinsel zu spüren.

Das Erdbeben brachte mehrere Häuser in Christchurch zum Einsturz, ihre Trümmer blockierten Straßen und zerquetschen mehrere parkende Autos. Eine Krankenhaussprecherin sagte, zwei Männer um die 50 seien durch das Beben schwer verletzt worden.

Polizeisprecher Mike Coleman sagte, es gebe beträchtliche Straßenschäden sowie beschädigte Gas-, Wasser- und Abwasserleitungen. Außerdem fiel in der Hälfte der Stadt der Strom aus. Coleman rief die Bürger auf, zu Hause zu bleiben. Der internationale Flughafen von Christchurch wurde vorläufig geschlossen. Er sollte zunächst auf Schäden untersucht werden. Aus dem gleichen Grund wurde der Zugverkehr auf der Südinsel ausgesetzt.

Zu den Todesopfern des Flugzeugabsturzes am Fox-Gletscher zählten zudem der Pilot, vier Neuseeländer sowie Urlauber aus Irland, England und Australien, sagte ein Polizeisprecher. Die Maschine sei in der Nähe der Startbahn abgestürzt und offenbar in Flammen aufgegangen.

Nähere Informationen zu dem Unglück gab es zunächst nicht, da es sich in einer schwer zugänglichen Region an der Westküste auf der Südinsel ereignete. Eine Vertreterin der Region Westland sagte im Fernsehen, das Flugzeug habe einem Anbieter von Fallschirmsprüngen gehört.

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