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Erdstöße begleiten Amtseinführung von Präsidenten in Chile
03/11 | 20:04 GMT

©AFP / Ariel Marinkovic
Knapp zwei Wochen nach dem Erdbeben der Stärke 8,8, durch das knapp 500 Menschen ums Leben kamen, löste die abermaligen Beben in Teilen Chiles Panik aus. In Constitucion flohen Bewohner aus ihren Häusern.

©AFP / Ariel Marinkovic
Einwohner von Constitucion fliehen auf die Straße
Valparaíso (AFP) - Auch am Tag der Amtseinführung des neuen chilenischen Präsidenten Sebastián Piñera ist Chile von einem schweren Erdbeben heimgesucht worden. Der schwerste Erdstoß der Stärke 7,2 ereignete sich gut eine halbe Stunde bevor der 60-Jährige in der Hafenstadt Valparaíso unter den Augen mehrerer lateinamerikanischer Staatschefs seinen Amtseid ablegte. Die Behörden gaben vorübergehend eine Tsunami-Warnung aus.
Knapp zwei Wochen nach dem Erdbeben der Stärke 8,8, durch das knapp 500 Menschen ums Leben kamen, löste die abermaligen Beben in Teilen des Landes Panik aus. Das Parlamentsgebäude in Valparaíso, in dem Piñera den Eid ablegte, wurde unmittelbar darauf wegen der Tsunami-Warnung geräumt.

©AFP
Erdbeben in Chile
Nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS lag das Epizentrum des schwersten Erdstoßes knapp 140 Kilometer südlich von Valparaíso. Den Angaben zufolge bebte die Erde gegen 11.40 Uhr Ortszeit gut eine Minute lang. Zwei kürzere und schwächere Nachbeben folgten. Das Büro für Notfallsituationen warnte daraufhin vor Flutwellen an der Pazifik-Küste. Der Alarm wurde vier Stunden später wieder aufgehoben und galt nur noch für die Osterinsel im Pazifik.
Der stärkste Erdstoß war in mehreren zentralchilenischen Orten zu spüren, darunter auch die Hauptstadt Santiago im Landesinneren und Valparaíso. In der Küstenstadt sorgte das Beben für eine kurze Panik unter einigen Gästen der Amtseinführung von Piñera. Nach der Zeremonie, an der auch sieben Staatschefs aus Lateinamerika teilnahmen, wurde das Parlament vorübergehend geräumt.

©AFP / Evaristo Sa
Piñera und seine Frau bei der Amtseinführung
Der rechtsgerichte Milliardär Piñera folgt auf die sozialistische Präsidentin Michelle Bachelet, die laut Verfassung nicht wieder kandidieren durfte. Drängendste Aufgabe dürfte für ihn zunächst die Bewältigung der Folgen des schweren Erdbebens von Ende Februar sein.
Bei dem Erdbeben waren knapp 500 Menschen ums Leben gekommen. Insgesamt sind Schätzungen zufolge rund zwei Millionen Menschen von der Katastrophe betroffen. Bachelet hatte in der vergangenen Woche erklärt, der Wiederaufbau in den betroffenen Gebieten werde bis zu vier Jahre dauern. Das Beben hatte die Stärke 8,8 und war damit einer der schwersten jemals gemessenen Erdstöße. Seitdem gab es 268 Nachbeben, von denen der heutige Erdstoß der bisher schwerste war.
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Einige Beispiele
Köhler fordert in Winnenden verschärftes Waffenrecht
03/11 | 14:12 GMT

©DDP/AFP / Torsten Silz
Bundespräsident Horst Köhler hat weitere Konsequenzen aus dem Amoklauf von Winnenden vor einem Jahr gefordert. Es müsse "wirklich alles Menschenmögliche" getan werden, um die Gefahr weiterer Bluttaten so gering wie möglich zu halten, sagte Köhler bei der Gedenkfeier für die 15 Opfer vor der Albertville-Realschule in Winnenden. Köhler sprach sich unter anderem für eine weitere Verschärfung des Waffenrechts aus.

©DDP/AFP / Torsten Silz
Köhler in Winnenden
Winnenden (AFP) - Am Jahrestag des Amoklaufs von Winnenden hat sich Bundespräsident Horst Köhler am Donnerstag für eine weitere Verschärfung des Waffenrechts ausgesprochen. Während einer bewegenden Gedenkfeier für die 15 Todesopfer vor der Albertville-Realschule in der baden-württembergischen Kreisstadt forderte Köhler zugleich die Medien zu einer zurückhaltenderen Berichterstattung über Amokläufe auf, um Nachahmertaten zu verhindern.
Der ehemalige Albertville-Schüler Tim K. hatte am 11. März 2009 mit der Pistole seines Vaters in dem Schulgebäude neun Schüler und drei Lehrer erschossen. Auf der Flucht tötete der 17-Jährige weitere drei Menschen und sich selbst. Der Amoklauf löste weit über Deutschland hinaus Entsetzen aus. Köhler sagte in Winnenden, es müsse nun "wirklich alles Menschenmögliche" getan werden, um die Gefahr weiterer Gewalttaten so gering wie möglich zu halten und nannte beispielhaft das Waffenrecht, die Medienberichterstattung und Gewaltspiele.

©DDP/AFP/Archiv / Philipp Guelland
"Smith and Wesson"-Revolver
Beim Waffenrecht könne "noch mehr als bisher" geschehen, "damit gefährdete Menschen nicht an Schusswaffen gelangen". Bund und Länder sollten das Waffenrecht weiter voranbringen und Schützenvereine ihnen dabei helfen, forderte Köhler. Der Bundespräsident warnte zudem davor, dass eine intensive Medienberichterstattung über Täter Nachahmer auf den Plan rufen könne.

©AFP
Infografik: Privater Waffenbesitz
Der CDU-Innenexperte Wolfgang Bosbach hatte zuvor Forderungen nach einem schärferen Waffenrecht zurückgewiesen. Großkaliberwaffen wie etwa zur Jagd könnten nicht generell aus der Hand von Privaten verbannt werden, sagte er dem Nachrichtensender n-tv. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) verwies im Bayerischen Rundfunk darauf, dass auch stärkere Kontrollen von Waffenbesitzern allein Amokläufe nicht verhindern könnten.

©AFP
Infografik: Amoklauf in Winnenden
Der Vorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamten (BDK), Klaus Jansen, warf der Politik hingegen in der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vor, sie habe "vor der Waffenlobby kapituliert". Noch immer seien schwere Waffen im Privathandel legal, noch immer dürften Waffe und Munition in derselben Wohnung aufbewahrt werden.
Bei der Gedenkfeier in Winnenden legten die Schüler vor dem Eingang der Realschule 15 Steinplatten mit den Namen der Opfer ab. Danach bauten sie gemeinsam mit Lehrern und Eltern aus großen Kieseln, auf die Wünsche geschrieben waren, einen symbolischen "Weg in die Zukunft". Ein Schüler sagte, der Amoklauf sei Teil ihres Lebens geworden. "Doch wir wollen nicht, dass er unser Leben beherrscht. Deshalb gehen wir unseren Weg weiter."

DEUTSCHLAND
Köhler fordert in Winnenden verschärftes ...Erdstöße begleiten Amtseinführung von Präsidenten in Chile
03/11 | 20:04 GMT

©AFP / Ariel Marinkovic
Knapp zwei Wochen nach dem Erdbeben der Stärke 8,8, durch das knapp 500 Menschen ums Leben kamen, löste die abermaligen Beben in Teilen Chiles Panik aus. In Constitucion flohen Bewohner aus ihren Häusern.

©AFP / Ariel Marinkovic
Einwohner von Constitucion fliehen auf die Straße
Valparaíso (AFP) - Auch am Tag der Amtseinführung des neuen chilenischen Präsidenten Sebastián Piñera ist Chile von einem schweren Erdbeben heimgesucht worden. Der schwerste Erdstoß der Stärke 7,2 ereignete sich gut eine halbe Stunde bevor der 60-Jährige in der Hafenstadt Valparaíso unter den Augen mehrerer lateinamerikanischer Staatschefs seinen Amtseid ablegte. Die Behörden gaben vorübergehend eine Tsunami-Warnung aus.
Knapp zwei Wochen nach dem Erdbeben der Stärke 8,8, durch das knapp 500 Menschen ums Leben kamen, löste die abermaligen Beben in Teilen des Landes Panik aus. Das Parlamentsgebäude in Valparaíso, in dem Piñera den Eid ablegte, wurde unmittelbar darauf wegen der Tsunami-Warnung geräumt.

©AFP
Erdbeben in Chile
Nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS lag das Epizentrum des schwersten Erdstoßes knapp 140 Kilometer südlich von Valparaíso. Den Angaben zufolge bebte die Erde gegen 11.40 Uhr Ortszeit gut eine Minute lang. Zwei kürzere und schwächere Nachbeben folgten. Das Büro für Notfallsituationen warnte daraufhin vor Flutwellen an der Pazifik-Küste. Der Alarm wurde vier Stunden später wieder aufgehoben und galt nur noch für die Osterinsel im Pazifik.
Der stärkste Erdstoß war in mehreren zentralchilenischen Orten zu spüren, darunter auch die Hauptstadt Santiago im Landesinneren und Valparaíso. In der Küstenstadt sorgte das Beben für eine kurze Panik unter einigen Gästen der Amtseinführung von Piñera. Nach der Zeremonie, an der auch sieben Staatschefs aus Lateinamerika teilnahmen, wurde das Parlament vorübergehend geräumt.

©AFP / Evaristo Sa
Piñera und seine Frau bei der Amtseinführung
Der rechtsgerichte Milliardär Piñera folgt auf die sozialistische Präsidentin Michelle Bachelet, die laut Verfassung nicht wieder kandidieren durfte. Drängendste Aufgabe dürfte für ihn zunächst die Bewältigung der Folgen des schweren Erdbebens von Ende Februar sein.
Bei dem Erdbeben waren knapp 500 Menschen ums Leben gekommen. Insgesamt sind Schätzungen zufolge rund zwei Millionen Menschen von der Katastrophe betroffen. Bachelet hatte in der vergangenen Woche erklärt, der Wiederaufbau in den betroffenen Gebieten werde bis zu vier Jahre dauern. Das Beben hatte die Stärke 8,8 und war damit einer der schwersten jemals gemessenen Erdstöße. Seitdem gab es 268 Nachbeben, von denen der heutige Erdstoß der bisher schwerste war.




