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Aktuelle Fotos von AFP
Kachelmann verlässt U-Haft
07/29 | 13:02 GMT

©AFP / Ronald Wittek
Reporter umringen den Wagen, mit dem der wegen mutmaßlicher Vergewaltigung angeklagte TV-Wettermoderator Jörg Kachelmann nach seiner Haftentlassung wegfährt. Zuvor hatte das Oberlandesgericht Karlsruhe die Entlassung des 52-jährigen Schweizers aus der Untersuchungshaft angeordnet.
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Täglich 2500 bis 3000 neue Bilder 8 Millionen archivierte Fotos
Sprachen
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Eine große Themenauswahl lädt ein
Karsai kritisiert Geheimakten-Veröffentlichung von WikiLeaks
07/29 | 11:13 GMT

©AFP / Yuri Cortez
Afghanistans Präsident Hamid Karsai hat die Nennung afghanischer Informanten im Zuge der Veröffentlichung tausender US-Geheimdokumente zum Afghanistan-Einsatz scharf kritisiert. Der Gründer der Internetseite WikiLeaks verteidigte die Offenlegung.

©AFP / Yuri Cortez
Afghanischer Präsident Karsai
London (AFP) - Afghanistans Präsident Hamid Karsai hat die Nennung afghanischer Informanten im Zuge der Veröffentlichung tausender US-Geheimdokumente zum Afghanistan-Einsatz scharf kritisiert. "Das ist extrem verantwortungslos und schockierend", sagte Karsai vor Journalisten in Kabul. "Dabei geht es um Menschenleben und die sind gefährdet", fügte der Präsident hinzu. Er könne dies "nicht ignorieren". WikiLeaks-Grüner Julian Assange wies Kritik zurück, die Veröffentlichung gefährde afghanische Informanten.

©AFP / Leon Neal
WikiLeaks-Gründer Assange
Das auf Enthüllungsgeschichten spezialisierte Internetforum WikiLeaks hatte zehntausende geheime Unterlagen zum Afghanistan-Einsatz veröffentlicht, in denen offenbar auch dutzende Namen von Afghanen zu finden sind, die den USA und ihren Alliierten detaillierte Informationen lieferten.

©AFP
Ausländische Truppen in Afghanistan
WikiLeaks habe sich vor der Veröffentlichung an das Weiße Haus gewandt, um "die Gefahr so gering wie möglich zu halten, dass unschuldige Informanten namentlich genannt werden", habe aber keine Antwort erhalten, sagte Assange der britischen Tageszeitung "The Times". Diese hatte am Vortag berichtet, nur kurze Recherchen in den Akten genügten, um dutzende Namen von afghanischen Informanten zu finden. "Niemand hat Schaden genommen, aber sollte jemand Schaden nehmen, dann wäre das natürlich sehr bedauerlich", sagte Assange. Zuvor hatte er noch versichert, die Dokumente seien auf mögliche Namen gefährdeter Afghanen überprüft worden, 15.000 Dokumente seien daraufhin nicht veröffentlicht worden.
animationSet
©AFP
ANIMATION: Afghanistan - Provinzen und Regionalkommandos
Die internationale Afghanistan-Truppe ISAF verurteilte die Veröffentlichung der Geheimdokumente scharf. Es sei "ausgesprochen unverantwortlich", klassifizierte Dokumente "so zu Markte zu tragen", sagte der ISAF-Sprecher Josef Blotz bei einer Videokonferenz aus dem ISAF-Hauptquartier in Kabul. Bei den Dokumenten handelt es sich um Einsatzberichte, welche die tatsächliche Lage in Afghanistan als bei weitem schlimmer beschreiben als bisher bekannt.
©AFP
VIDEO: Schwere Zeiten für Goldschmuckhändler in Kabul
Die Weitergabe der geheimen Dokumente sei eine "Straftat" und setze sowohl die internationalen Soldaten als auch die afghanischen Sicherheitskräfte "zusätzlicher Gefährdung" aus, erklärte die ISAF. Außerdem seien womöglich Persönlichkeitsrechte von afghanischen Bürgern berührt, die etwa als Übersetzer für die Schutztruppe arbeiten und namentlich in den Dokumenten auftauchen.

WELTGESCHEHEN
Karsai kritisiert Geheimakten-Veröffentlichung von ...Bankenrettung kostet Steuerzahler bis zu 52 Milliarden Euro
07/29 | 13:57 GMT

©AFP/Archiv / Patrik Stollarz
Die Rettung der Banken in der Finanzkrise könnte die Steuerzahler einer Studie zufolge bis zu 52 Milliarden Euro kosten. Dabei sind aber noch nicht einmal die Konjunkturpakete oder die Steuerausfälle mit eingerechnet. (Archivbild)

©AFP/Archiv / Patrik Stollarz
Frankfurter Bankenskyline
Berlin (AFP) - Die Rettung von Deutschlands Banken in der Finanzkrise könnte die Steuerzahler einer Studie zufolge bis zu 52 Milliarden Euro kosten. Im günstigsten Fall entstünden Kosten von lediglich 34 Milliarden Euro, teilte die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) mit. Pro Einwohner bedeute dies eine Kostenbelastung zwischen 417 und 632 Euro. Nicht enthalten seien dabei aber die Ausgaben für Konjunkturpakete, Steuerausfälle beim Staat oder Umsatzeinbrüche bei Firmen in Folge der Wirtschaftskrise, die durch die Finanzkrise mit ausgelöst wurden.
Die tatsächliche Höhe der Kosten der Bankenrettung hänge auch von der weiteren Entwicklung der Finanzmärkte ab, teilte die INSM mit. Die Rettung der ehemals staatlichen Mittelstandsbank IKB habe bereits mit 9,6 Milliarden Euro zu Buche geschlagen. Bis zu 5,4 Milliarden Euro könnte der Bund durch Garantien für Banken verlieren, im besten Fall 2,5 Milliarden Euro.
Der Einstieg bei Banken führt demnach im schlimmsten Szenario zu einem Minus von 11,7 Milliarden Euro, bestenfalls zu einem Plus von zwei Milliarden Euro. Diese Verluste oder Gewinne entstehen, wenn der Staat seine Beteiligungen an Banken verkauft, wie etwa beim maroden Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate (HRE), der komplett verstaatlicht ist, oder der Commerzbank, die zu 25 Prozent dem Steuerzahler gehört.
Durch sogenannte stille Einlagen wie bei der Commerzbank, die dem Staat keine besonderen Mitspracherechte beim laufenden Geschäft eines Geldhauses geben, könnte der Bund laut Studie zwischen 600 Millionen Euro und 1,6 Milliarden Euro einnehmen. Den Bundesländern entsteht durch Garantien für Banken eine Belastung von 25,7 Milliarden Euro.
Die INSM kritisierte, dass 80 Prozent Kosten zur Rettung deutscher Geldinstitute für staatlich kontrollierte Banken wie etwa Landesbanken aufgewandt werden muss. "Das ist der Preis für eine schlechte Kontrolle und jahrelange Tolerierung untauglicher Geschäftsmodelle durch die Politik", erklärte INSM-Finanzmarktexperte Christoph Kaserer. Die INSM wird durch die Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektro-Industrie finanziert.

WIRTSCHAFT
Bankenrettung kostet Steuerzahler bis zu 52 Milliarden ...Bankenrettung kostet Steuerzahler bis zu 52 Milliarden Euro
07/29 | 13:57 GMT

©AFP/Archiv / Patrik Stollarz
Die Rettung der Banken in der Finanzkrise könnte die Steuerzahler einer Studie zufolge bis zu 52 Milliarden Euro kosten. Dabei sind aber noch nicht einmal die Konjunkturpakete oder die Steuerausfälle mit eingerechnet. (Archivbild)

©AFP/Archiv / Patrik Stollarz
Frankfurter Bankenskyline
Berlin (AFP) - Die Rettung von Deutschlands Banken in der Finanzkrise könnte die Steuerzahler einer Studie zufolge bis zu 52 Milliarden Euro kosten. Im günstigsten Fall entstünden Kosten von lediglich 34 Milliarden Euro, teilte die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) mit. Pro Einwohner bedeute dies eine Kostenbelastung zwischen 417 und 632 Euro. Nicht enthalten seien dabei aber die Ausgaben für Konjunkturpakete, Steuerausfälle beim Staat oder Umsatzeinbrüche bei Firmen in Folge der Wirtschaftskrise, die durch die Finanzkrise mit ausgelöst wurden.
Die tatsächliche Höhe der Kosten der Bankenrettung hänge auch von der weiteren Entwicklung der Finanzmärkte ab, teilte die INSM mit. Die Rettung der ehemals staatlichen Mittelstandsbank IKB habe bereits mit 9,6 Milliarden Euro zu Buche geschlagen. Bis zu 5,4 Milliarden Euro könnte der Bund durch Garantien für Banken verlieren, im besten Fall 2,5 Milliarden Euro.
Der Einstieg bei Banken führt demnach im schlimmsten Szenario zu einem Minus von 11,7 Milliarden Euro, bestenfalls zu einem Plus von zwei Milliarden Euro. Diese Verluste oder Gewinne entstehen, wenn der Staat seine Beteiligungen an Banken verkauft, wie etwa beim maroden Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate (HRE), der komplett verstaatlicht ist, oder der Commerzbank, die zu 25 Prozent dem Steuerzahler gehört.
Durch sogenannte stille Einlagen wie bei der Commerzbank, die dem Staat keine besonderen Mitspracherechte beim laufenden Geschäft eines Geldhauses geben, könnte der Bund laut Studie zwischen 600 Millionen Euro und 1,6 Milliarden Euro einnehmen. Den Bundesländern entsteht durch Garantien für Banken eine Belastung von 25,7 Milliarden Euro.
Die INSM kritisierte, dass 80 Prozent Kosten zur Rettung deutscher Geldinstitute für staatlich kontrollierte Banken wie etwa Landesbanken aufgewandt werden muss. "Das ist der Preis für eine schlechte Kontrolle und jahrelange Tolerierung untauglicher Geschäftsmodelle durch die Politik", erklärte INSM-Finanzmarktexperte Christoph Kaserer. Die INSM wird durch die Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektro-Industrie finanziert.




