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Mindestens 39 Tote bei Doppelanschlag in Pakistan
03/12 | 11:46 GMT

©AFP
Bei einem Doppelanschlag auf einen Militärkonvoi in der ostpakistanischen Stadt Lahore sind mindestens 39 Menschen ums Leben gekommen. Erst am Montag waren bei einem Autobombenanschlag in Lahore 15 Menschen getötet worden.

©AFP
Ermittlungen am Anschlagsort
Lahore (AFP) - Bei einem Doppelanschlag auf einen Militärkonvoi in der ostpakistanischen Stadt Lahore sind mindestens 39 Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben der Polizei wurden 95 weitere Menschen bei den Anschlägen in der Nähe eines belebten Marktes verletzt. Die beiden Selbstmordattentäter zündeteten demnach ihre Sprengsätze im Abstand von 15 Sekunden. Ein ranghoher Militärvertreter sagte der Nachrichtenagentur AFP, unter den Todesopfern befänden sich auch fünf Armeeangehörige.
Erst am Montag waren bei einem Autobombenanschlag in Lahore 15 Menschen getötet worden. Der Anschlag galt einem Gebäude der Anti-Terror-Polizei, zu der Tat hatten sich die radikalislamischen Taliban bekannt.
In Pakistan wurden seit 2007 mehr als 3000 Menschen bei mehr als 360 Anschlägen getötet. Die meisten waren von pakistanischen Taliban-Kämpfern verübte Selbstmordattentate. Sie haben meistens Armee und Polizei sowie öffentliche Gebäude im Visier, zunehmend zielen die Attentäter aber auch auf Zivilisten.
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Mindestens 39 Tote bei Doppelanschlag in Pakistan
03/12 | 11:46 GMT

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Bei einem Doppelanschlag auf einen Militärkonvoi in der ostpakistanischen Stadt Lahore sind mindestens 39 Menschen ums Leben gekommen. Erst am Montag waren bei einem Autobombenanschlag in Lahore 15 Menschen getötet worden.

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Ermittlungen am Anschlagsort
Lahore (AFP) - Bei einem Doppelanschlag auf einen Militärkonvoi in der ostpakistanischen Stadt Lahore sind mindestens 39 Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben der Polizei wurden 95 weitere Menschen bei den Anschlägen in der Nähe eines belebten Marktes verletzt. Die beiden Selbstmordattentäter zündeteten demnach ihre Sprengsätze im Abstand von 15 Sekunden. Ein ranghoher Militärvertreter sagte der Nachrichtenagentur AFP, unter den Todesopfern befänden sich auch fünf Armeeangehörige.
Erst am Montag waren bei einem Autobombenanschlag in Lahore 15 Menschen getötet worden. Der Anschlag galt einem Gebäude der Anti-Terror-Polizei, zu der Tat hatten sich die radikalislamischen Taliban bekannt.
In Pakistan wurden seit 2007 mehr als 3000 Menschen bei mehr als 360 Anschlägen getötet. Die meisten waren von pakistanischen Taliban-Kämpfern verübte Selbstmordattentate. Sie haben meistens Armee und Polizei sowie öffentliche Gebäude im Visier, zunehmend zielen die Attentäter aber auch auf Zivilisten.

WELTGESCHEHEN
Mindestens 39 Tote bei Doppelanschlag in ...Offenbar umfassende Bilanztricks bei Lehman Brothers
03/12 | 14:58 GMT

©AFP / Byun Yeong-Wook
Die Ex-Investmentbank Lehman Brothers hat einem Untersuchungsbericht zufolge schon vor ihrer Pleite durch Bilanztricks das Ausmaß ihrer Verschuldung verschleiert. Die Manager haben demnach ganze 500 Milliarden Dollar aus der Bilanz herausgerechnet. (Archivfoto)

©AFP / Byun Yeong-Wook
Offenbar umfassende Bilanztricks bei Lehman Brothers
New York (AFP) - Die frühere US-Investmentbank Lehman Brothers hat einem Untersuchungsbericht zufolge durch Bilanztricks schon Jahre vor ihrer Pleite das Ausmaß ihrer Verschuldung verschleiert. Die Führung der Bank habe "strafbare Bilanzmanipulationen" begangen, resümmiert der von einem Gericht bestellte Gutachter Anton Valukas. Sie habe ihre Probleme gezielt vor Investoren und Regulatoren verborgen.
Bereits im Jahr 2001 habe Lehman Brothers erstmals zu den Buchhaltungs-Tricks gegriffen, die konzernintern als "Repo 105" bekannt wurden, heißt es in dem Bericht. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2008 lagerte die Bank demnach 500 Milliarden Dollar (heute 366 Milliarden Euro) aus ihrer Bilanz aus, um ihre wahre Verschuldung zu verbergen. Ziel der Manöver war laut Valukas eine "faktische Irreführung" der Öffentlichkeit.
Als Verantwortliche nennt Valukas den damaligen Lehman-Chef Richard Fuld sowie drei Finanzdirektoren. Der Sachverständige äußerte sich nicht zur Rechtmäßigkeit ihres Handelns, äußerte aber die Einschätzung, dass es zu einer Strafverfolgung führen könnte. Fuld habe die geschönten Bilanzen zertifiziert und dabei "zumindest grob fahrlässig" gehandelt, urteilte der Gutachter. Vorwürfe erhob Valukas zudem gegen die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst and Young, die "unter anderem versagt hat, die unsauberen oder unangemessenen Angaben in den Finanzberichten zu hinterfragen".
In seinem Gutachten zitiert Valukas aus der Email-Korrespondenz von Lehman-Managern. In einer Email schreibt ein Manager zu den Bilanztricks: "Im Grunde genommen ist es Augenwischerei." In einer anderen Email heißt es dazu: "Rechtlich ist es machbar, aber es sieht nicht gut aus."
Die unmittelbare Pleite von Lehman Brothers im September 2008 wurde dem Untersuchungsbericht zufolge durch das Verhalten von zwei anderen Banken beschleunigt. Valukas schreibt, die Citibank und JPMorgan hätten wenige Tage vor dem Kollaps erhöhte Sicherheiten von Lehman gefordert und Garantiebedingungen geändert. "Die Forderung der Lehman-Gläubiger hatte direkte Auswirkungen auf die Liquidität von Lehman, und die verfügbare Liquidität ist zentral für die Frage, warum Lehman pleite ging", schrieb Valukas.
Die Pleite von Lehman hatte die Finanzkrise massiv beschleunigt und zu großen Turbulenzen auf den Finanzmärkten geführt. In der Folge gingen mehrere kleinere Finanzinstitute pleite, zahlreiche Anleger auch in Deutschland verloren ihr Geld.

WIRTSCHAFT
Offenbar umfassende Bilanztricks bei Lehman ...Papst gibt deutschen Bischöfen Rückendeckung
03/12 | 14:07 GMT

©AFP/Osservatore Romano
In einer Audienz bei Papst Benedikt XVI. (l.) hat der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, Rückendeckung für die Aufarbeitung der Missbrauchsfälle in katholischen Einrichtungen erhalten.

©AFP/Osservatore Romano
Audienz beim Papst
Vatikanstadt (AFP) - Papst Benedikt XVI. hat den deutschen Bischöfen bei der Aufarbeitung der Missbrauchsfälle in katholischen Einrichtungen Rückendeckung gegeben. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, sagte nach einem Treffen mit dem Papst in Rom, Benedikt XVI. habe seine Zustimmung für die von der Bischofskonferenz eingeleiteten Maßnahmen erklärt. Dazu gehöre auch die Ernennung des Trierer Bischofs Stephan Ackermann zum Sonderbeauftragten für Fälle sexuellen Missbrauchs. Auf seinen Bericht zu den Missbrauchsfällen in Deutschland habe der Papst "sehr bewegt" reagiert, sagte Zollitsch.
Zollitsch entschuldigte sich erneut bei den Missbrauchsopfern. Bereits bei der Frühjahrsvollversammlung der deutschen Bischöfe Ende Februar in Freiburg hatte Zollitsch sexuellen Missbrauch an Minderjährigen als "abscheuliches Verbrechen" bezeichnet und die Opfer von katholischen Geistlichen um Entschuldigung gebeten.
Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) forderte auch Benedikt XVI. zu einer Entschuldigung bei den Opfern auf. Natürlich sei eine materielle Entschädigung der Opfer wichtig, sagte Thierse, der auch Mitglied des Zentralkomitees der deutschen Katholiken ist, im rbb-Inforadio. Den Betroffenen würde es aber viel mehr Genugtuung verschaffen, wenn "wirklich aufgeklärt wird - und Konsequenzen gezogen werden".

©AFP
Missbrauchsvorwürfe in Deutschland
Papst Benedikt XVI. verteidigte derweil die Ehelosigkeit von Priestern. Der "heilige Zölibat" sei ein "kostbares Geschenk" und "Zeichen der vollständigen Hingabe" an Gott, sagte Benedikt XVI. bei einem Treffen mit Teilnehmern einer Tagung der Kleruskongregation im Vatikan. Die Kirche müsse an der Besonderheit des Priesteramtes festhalten und sich nicht den Moden der säkularisierten Gesellschaft unterwerfen.
Bei der Suche nach den Ursachen für sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche wird auch über einen Zusammenhang mit der priesterlichen Ehelosigkeit debattiert. Der Hamburger Weihbischof Hans-Jochen Jaschke sagte im Deutschlandfunk, der Zölibat sei als solcher nicht die Ursache. Allerdings könne die zölibatäre Lebensform Menschen anziehen, die "eine krankhafte Sexualität haben - und dann mag da eine Gefahrensituation gegeben sein". Im Inforadio des NDR plädierte Jaschke für einen offeneren Umgang mit Sexualität in der katholischen Kirche. Zölibatäres Leben "kann nicht heißen, dass man Sexualität unterdrückt oder verdrängt - man muss offensiv an diese Fragen herangehen".



