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Wulff wegen Einladung zu Hotelaufenthalt unter Druck
02/08 | 15:33 GMT

©AFP / Michael Sohn
Die Staatsanwaltschaft Hannover prüft neue Vorwürfe gegen Bundespräsident Christian Wulff im Zusammenhang mit einem Aufenthalt in einem Sylter Hotel im Herbst 2007. Über seinen Anwalt ließ Wulff die neuen Vorwürfe zurückweisen.

©AFP / Michael Sohn
Neue Vorwürfe gegen Bundespräsident Wulff
Berlin (AFP) - Bundespräsident Christian Wulff hat Vorwürfe zurückgewiesen, er habe sich von einem befreundeten Unternehmer 2007 einen Sylt-Aufenthalt finanzieren lassen. Wulff habe das Wochenende in dem Hotel auf Sylt "in voller Höhe selbst bezahlt", erklärte Wulffs Anwalt Gernot Lehr in Bonn. Die Staatsanwaltschaft Hannover kündigte an, sich mit dem Vorgang zu befassen.
Laut "Bild"-Zeitung hatte sich Wulff vom 31. Oktober bis 3. November 2007 von dem befreundeten Filmunternehmer David Groenewold den Hotelaufenthalt buchen und bezahlen lassen. Der Preis für die Suite auf Sylt habe 258 Euro pro Nacht betragen. Groenewold habe dann vor knapp drei Wochen versucht, alle existierenden Unterlagen darüber an sich zu bringen - offenbar um die Einladung zu vertuschen, wie das Blatt schreibt.
Dem "Bild"-Bericht zufolge rief Groenewold vor kurzem in dem Hotel an und bat die Hotelangestellten zu Stillschweigen über den Vorgang. Wenige Tage nach seinem Anruf sei Groenewold persönlich im Hotel erschienen und habe sich von Hotelmitarbeitern alle relevanten Rechnungen und Belege aushändigen lassen. Wulff habe davon keine Kenntnis, hieß es in der Erklärung seines Anwalts weiter. Er "hielte eine solche Vorgehensweise in jeder Hinsicht für falsch".
Lehr erklärte zu den Vorwürfen, Groenewold habe das Pauschalangebot zwar gebucht und dabei die Zimmerkosten bezahlt. Wulff habe diese dann aber "in bar im Hotel beim Auschecken" erstattet. Es handele sich "um einen längst bekannten Sachverhalt". Die Berichterstattung sei ein weiterer Versuch, Wulffs Ansehen "nachhaltig zu beschädigen". Auch die "Bild"-Zeitung hatte auf die Angaben von Wulffs Anwalt verwiesen, wonach Wulff die Hotelkosten erstattete.
Die Staatsanwaltschaft Hannover will sich Vorgang nach eigenen Angaben mit dem Vorgang befassen. "Wir machen uns Gedanken, ob das eine Bedeutung hat", sagte ein Sprecher der Behörde. Das gelte ausdrücklich auch für den Vorwurf, Groenewold habe vor knapp drei Wochen versucht, alle existierenden Unterlagen über die Hotelbuchung an sich zu bringen.
Grünen-Chefin Claudia Roth warf Wulff "Schnäppchenjägermentalität" vor. "Wir haben offensichtlich einen Bundespräsidenten, der eine Handkasse dabei hat", sagte sie dem Nachrichtensender N24. "Erst lässt er sich einladen, und dann zahlt er aber in bar." Das sei "eigentlich richtig furchtbar".
SPD-Parlamentsgeschäftsführer Thomas Oppermann sagte vor Journalisten, er habe es nicht für möglich gehalten, dass Hotelaufenthalte und andere Gefälligkeiten "eine so prägende Rolle in der Politik spielen können". Dies sei nun "ein Fall für den Staatsanwalt".
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Airbus A380
02/08 | 14:17 GMT
©AFP / AFP/kat

Manfred Krug wäre gerne mal schwul gewesen
02/08 | 14:17 GMT

©AFP / Nestor Bachmann
Er hat mit seinen 75 Jahren vermutlich mehr erlebt als die meisten Menschen - und doch hat Schauspiel-Rentner Manfred Krug das Gefühl, manches verpasst zu haben. So wäre er gerne mal schwul gewesen.

©AFP / Nestor Bachmann
Manfred Krug
Lübeck (AFP) - Er hat mit seinen 75 Jahren vermutlich mehr erlebt als die meisten Menschen - und doch hat Schauspiel-Rentner Manfred Krug das Gefühl, manches verpasst zu haben. "Ich bin ganz sicher, ich habe viel versäumt, von dem ich damals gar nicht wusste, dass es Versäumnisse sind. Ich wäre zum Beispiel auch gerne mal schwul gewesen", sagte Krug in einem zu seinem Geburtstag am Mittwoch veröffentlichten Interview mit der "Lübecker Nachrichten".
Seinen Ehrentag will Krug eher bescheiden feiern. "Am liebsten ist mir, es kommen die 20 engsten Freunde. Wir essen einen Happen, trinken 'nen Schluck und quatschen 'ne Runde."
Der zu den beliebtesten deutschen Schauspielern zählende Krug war 2001 beim ARD-"Tatort" als Kommissar ausgestiegen und hat seitdem keine Engagements mehr als Schauspieler angenommen. Seither probiere er andere Dinge aus. "Ich genieße es sehr, etwas Unvollkommenes zu machen. Malen etwa", sagte Krug. Dabei lasse er sich aber nicht von irgendeinem Künstler beeinflussen. "Da ich nicht malen kann, kann ich mich auch nicht beeinflussen lassen. Ich male zum Beispiel Einsen. Vermutlich ist es eine frühkindliche Sache, weil davon zu wenig auf meinen Zeugnissen waren."

UNTERHALTUNG
Manfred Krug wäre gerne mal schwul ...Weg für neue Rechte für Telefonkunden ist geebnet
02/08 | 19:51 GMT

©AFP / Damien Meyer
Der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat hat eine Einigung zur Reform des Telekommunikationsgesetzes erzielt und damit den Weg für neue Rechte für Telefonkunden geebnet.

©AFP / Damien Meyer
Weg für neue Rechte für Telefonkunden ist geebnet
Berlin (AFP) - Der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat hat eine Einigung zur Reform des Telekommunikationsgesetzes erzielt und damit den Weg für neue Rechte für Telefonkunden geebnet. Die Vermittler verständigten sich laut einer Mitteilung des Bundesrats darauf, die Zuweisung von Mobilfunkfrequenzen künftig durch eine Verordnung zu regeln, die der Zustimmung des Bundesrats bedarf. Die Länder hatten dabei mehr Mitspracherechte verlangt und deshalb im November den Vermittlungsausschuss angerufen.
Das Telekommunikationsgesetz ist für die Verbraucher von Bedeutung, weil es die hohe Gebührenbelastung durch Warteschleifen beenden soll. Dies war zwar nicht Teil des Streits mit den Ländern, das gesamte Gesetz wurde aber dadurch blockiert. Wenn Bundestag und Bundesrat dem Kompromiss zustimmen, können diverse Verbesserungen für den Verbraucher in Kraft treten. Bundestag und Bundesrat sollen noch in dieser Woche abschließend beraten.
Das Gesetz sieht vor, dass Unternehmen für die Wartezeit vor Beginn eines Gesprächs und bei der Weitervermittlung keine Gebühren mehr verlangen dürfen. Dies gilt für Anrufe aus dem Festnetz genauso wie bei Telefonaten vom Handy. Zudem soll Telefonkunden der Anbieterwechsel erleichtert werden. Bei Call-by-Call-Gesprächen, also wenn Kunden einen Anbieter per Vorwahl wählen, soll eine Preisansage vor dem Gespräch verpflichtend werden.

WIRTSCHAFT
Weg für neue Rechte für Telefonkunden ist ...Ashton Kutcher folgt Charlie Sheen bei US-Serie nach
05/14 | 08:57 GMT

©AFP/Getty Images / Mike Stobe
Ashton Kutcher soll Skandalschauspieler Charlie Sheen bei der erfolgreichen US-Serie "Two and a Half Men" nachfolgen. Dort war Sheen vor zwei Monaten rausgeworfen worden, nachdem er mit Drogeneskapaden und zunehmend wirren Interviews Aufsehen erregt hatte. (Archivbild)

©AFP/Getty Images / Mike Stobe
Ashton Kutcher
Los Angeles (AFP) - Zwei Monate nach dem Rauswurf von Skandalschauspieler Charlie Sheen haben die Produzenten der US-Erfolgsserie "Two and a Half Men" Ersatz gefunden: Ashton Kutcher soll neu in die Serie einsteigen, wie CBS und Warner Bros mitteilten. "Ich kann es gar nicht erwarten, mich mit diesem wahnsinnig talentierten Team an die Arbeit zu machen", sagte Kutcher. Er könne Charlie Sheen zwar nicht wirklich ersetzen, aber er werde alles tun, um die Zuschauer der Komödie zum Lachen zu bringen.
Sheen, der im Streit bei der Serie ausgeschieden war, warnte den 37-Jährigen umgehend: Im Umgang mit "Two and a Half Men"-Produzent Chuck Lorre gebe es "keine Luft, kein Gelächter, keine Loyalität oder Liebe", sagte er der Prominachrichten-Website TMZ.

©AFP/Getty Images / Ethan Miller
Charlie Sheen
Sheen war im März bei der Erfolgsserie um einen Macho-Junggesellen rausgeworfen worden, die aktuelle Staffel wurde abgebrochen. Er fordert von Warner Bros hundert Millionen Dollar (70 Millionen Euro) Schadenersatz wegen Vertragsbruchs. Die Dreharbeiten für die neunte Staffel der Serie sollen laut CBS im Sommer beginnen, die ersten neuen Folgen sollen im Herbst in den USA laufen. Ob Kutcher, der mit der US-Schauspielerin Demi Moore verheiratet ist, in der Serie Sheens Rolle übernehmen oder als neue Figur einsteigen soll, blieb zunächst offen.

MAGAZIN
Ashton Kutcher folgt Charlie Sheen bei US-Serie ...Obama wegen Regelung zu Verhütungsmitteln in der Kritik
02/08 | 21:05 GMT

©AFP / Manoocher Deghati
US-Präsident Barack Obama gerät wegen einer Bestimmung in seiner Gesundheitsreform zu Verhütungsmitteln zunehmend in die Kritik. Demnach müssen fast alle Arbeitgeber ihren Mitarbeiterinnen verschreibungspflichtige Verhütungsmittel finanzieren. (Archivfoto)

©AFP / Manoocher Deghati
Beim Frauenarzt
Washington (AFP) - US-Präsident Barack Obama gerät wegen einer Bestimmung in seiner Gesundheitsreform zu Verhütungsmitteln zunehmend in die Kritik. Der republikanische Chef des Repräsentantenhauses, John Boehner, sprach von einer "Attacke auf die Religionsfreiheit in unserem Land". Laut der umstrittenen Klausel müssen fast alle Arbeitgeber ihren Mitarbeiterinnen verschreibungspflichtige Verhütungsmittel wie die Pille finanzieren. Ausnahmen gelten zwar für Kirchen, nicht aber für von Religionsgemeinschaften betriebene Einrichtungen wie Krankenhäuser oder Schulen.
Die katholische Kirche, die Verhütungsmittel strikt ablehnt, läuft gegen die Ende Januar vorgestellte Regelung Sturm. Mehrere republikanische Parlamentarier stimmten in die Empörung ein. Senator John Thune warf Obama vor, auf der von der Verfassung geschützten Glaubenfreiheit "herumzutrampeln". Seine Kollegin Kelly Ayotte sprach von einem "beispiellosen Angriff auf die Religionsfreiheit". Auch die einflussreichen republikanischen Senatoren Mitch McConnell, Marco Rubio und Roy Blunt schlossen sich dem Protest an.
Das Thema erreichte auch den Präsidentschaftswahlkampf. "Wir müssen einen Präsidenten haben, der willens ist, das erste Recht in Amerika, das Recht je nach unserem Gewissen Gott anzubeten, zu schützen", sagte der Bewerber Mitt Romney. Sein Rivale Rick Santorum warf Obama vor, den Menschen in den USA seine "säkularen Werte" aufzwingen zu wollen.



