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Zweiter Generalstreik legt Griechenland lahm
03/11 | 09:27 GMT

©AFP / Louisa Gouliamaki
In Griechenland geht wegen eines Generalstreiks heute gar nichts mehr. Der Flugverkehr kam zum Erliegen, auch U-Bahnen und Busse bleiben in ihrem Depots. Die Protestierenden wenden sich mit dem Streik gegen das Sparprogramm der Regierung.

©AFP / Louisa Gouliamaki
Protestierende in Athen
Athen (AFP) - Aus Protest gegen die Sparpläne der Regierung haben die Gewerkschaften das öffentliche Leben in Griechenland mit einem Generalstreik erneut lahmgelegt. Die Fluglotsen brachten ab Mitternacht mit einem 24-stündigen Ausstand den gesamten Flugverkehr zum Erliegen, auch Fährverbindungen und der öffentliche Nahverkehr in Athen stehen still. Busse und Straßenbahnen in der Hauptstadt blieben in den Depots. Auch die gesamte öffentliche Verwaltung sowie Schulen sollen geschlossen bleiben, in Kliniken gab es nur eine Notversorgung.
Auch bei der Nachrichtenagentur ANA legten Journalisten für 24 Stunden die Arbeit nieder, am Freitag sollen keine Zeitungen erscheinen. In Athen fuhr nur eine U-Bahn-Linie, um die Streikenden zu einer großen Protestkundgebung im Stadtzentrum zu bringen, die gegen Mittag beginnen soll. Gewerkschaftlich organisierte Polizisten, Feuerwehrleute und Mitglieder der Küstenwache kündigten für den Abend eine Demonstration vor der Polizeidirektion an.
Die griechischen Gewerkschaften, darunter die großen Verbände GSEE für die private Wirtschaft und ADEDY für den öffentlichen Dienst, hatten zum zweiten Mal binnen 14 Tagen zum Generalstreik und zu zahlreichen Protestkundgebungen in Athen und weiteren Städten aufgerufen, um gegen Gehaltskürzungen für Beamte, das Einfrieren der Renten und eine Anhebung der Mehrwertsteuer zu protestieren. Die Regierung will so einen drohenden Staatsbankrott abwenden.
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